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Leichte Sprache

Leichte Sprache hat das Ziel:
So zu schreiben und zu sprechen, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten und anders kommunikativ beeinträchtigte Menschen einen Text und Informationen lesen und verstehen können. 

Wie ist Leichte Sprache entstanden?
Leichte Sprache hat ihren Ursprung in der US-amerikanischen Organisation People First,
die in den 70er Jahren gegründet wurde. 1996 wurde die Idee des Easy To Read entwickelt. In den 90er Jahren kam die Idee aus Amerika nach Deutschland. 2001 wurde der Verein Mensch zuerst – ein Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten - gegründet. 2006 entstand daraus das Netzwerk Leichte Sprache in Deutschland.

Wer nutzt die Leichte Sprache?
Von Leichter Sprache profitieren viele Menschen. Zum Beispiel:
• Menschen mit Lernschwierigkeiten oder mit der so genannten geistigen Behinderung
• Menschen aus Einwanderfamilien
• Menschen mit Demenz
• Menschen mit funktionalem Analphabetismus
• Menschen mit Aphasie (Sprachstörung)

In Deutschland leben über 20 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter, die mit der Komplexität der deutschen Sprache überfordert sind. Dies ergab 2011 die Level-One Studie der Universität Hamburg.

Regeln der Leichten Sprache
Leichte Sprache versucht anhand klarer Regeln, komplexe Sachverhalte so wiederzugeben, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten die Informationen und die Zusammenhänge erfassen können. Texte in Leichter Sprache beinhalten zum Beispiel nur bekannte Wörter, keine Abkürzungen und Redewendungen, kurze Sätze und besondere Layout-Vorgaben (Schriftgröße/Schriftart/Zeilenabstand). Bilder werden zum Erklären und Verstehen der Texte eingesetzt.
Die wichtigste Regel ist, dass Texte in Leichter Sprache von Menschen mit Lernschwierigkeiten auf Verständlichkeit geprüft werden müssen.
Es gibt zwei Regelwerke in Deutschland: Das praxisnahe Regelwerk des Netzwerks Leichte Sprache und der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Ratgeber Leichte Sprache vom Dudenverlag.
Wir arbeiten nach den Regeln vom Netzwerk Leichte Sprache.

Gesetzliche Regelungen zur Leichten Sprache
In Deutschland gibt es eine gesetzliche Regelung zur Umsetzung der Leichten Sprache.
Seit 1. Januar 2018 sind in Deutschland Träger öffentlicher Gewalt nach § 11 Behindertengleichstellungsgesetz verpflichtet, Informationen vermehrt in Leichter Sprache bereitzustellen. Die Bundesregierung verpflichtet damit Ämter und Behörden die Leichte Sprache stärker einzusetzen. Die genaue Umsetzung ist in der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) geregelt.

Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker e.V.

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